Hortus Dyckensis
Ein Garten, neu gelesen

Der Hortus Dyckensis (1834) ist das gedruckte Inventar des Dycker Gartens und verzeichnet rund 6.500 Pflanzenarten. Der Garten selbst – im frühen 19. Jahrhundert botanisch ausgerichtet und systematisch geordnet – zählte zu den bedeutenden Pflanzensammlungen seiner Zeit. Dieses Projekt Hortus Dyckensis erschließt nun die historische Quelle wissenschaftlich, verbindet überlieferte und heutige Pflanzennamen und macht sie digital zugänglich. Eine frei durchsuchbare Datenbank, historische Abbildungen und Erläuterungen eröffnen neue Zugänge zur Dycker Pflanzenwelt des 19. Jahrhunderts.

Die Website richtet sich gleichermaßen an Forschung und interessiertes Publikum: Botanische Daten, ihre inhaltliche Erschließung und die zugehörigen Quellenangaben schaffen die Grundlage für vertiefte Analysen, während thematische Zugänge und Abbildungen einen anschaulichen Einstieg bieten. So entsteht ein Arbeits- und Entdeckungsraum, der historische Gartenkultur, botanisches Wissen und digitale Vermittlung miteinander verbindet – und die historische Dycker Pflanzensammlung erfahrbar macht.

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Pflanze
des Monats

Weinrebe Vitis vinifera

Die Weinrebe (Vitis vinifera) zählt zu den ältesten Kulturpflanzen Europas und verbindet Gartenkultur, Landwirtschaft und Genuss. Im September beginnt die Zeit der Weinlese: Reife Trauben und verfärbtes Laub prägen nun das Bild der Pflanze und machen sie zu einem typischen Symbol des Frühherbstes.

Die Ursprünge des Weinbaus reichen mehrere Jahrtausende zurück. Archäologische Funde verweisen auf eine frühe Kultivierung der Rebe im Gebiet des heutigen Kaukasus. Von dort verbreitete sich der Weinbau über den Mittelmeerraum nach Europa. Besonders die Römer förderten den Anbau entlang von Rhein, Mosel und Donau und prägten damit zahlreiche bis heute bestehende Weinlandschaften.

Auch kulturell besitzt die Weinrebe große Bedeutung. In der Antike war sie dem Gott Dionysos beziehungsweise Bacchus geweiht und galt als Symbol für Lebensfreude und Fruchtbarkeit. Im Christentum wurde der Weinstock zu einem zentralen Bild für Gemeinschaft und geistiges Leben. Reife Trauben stehen darüber hinaus seit Jahrhunderten für Wohlstand und Erntefülle.

Gartentechnisch verlangt die Weinrebe regelmäßige Pflege. Im Spätsommer werden Blätter rund um die Trauben entfernt, damit Licht und Luftzirkulation die Reife fördern und Pilzkrankheiten reduzieren. Der eigentliche Rebschnitt erfolgt jedoch erst nach dem Laubfall im Winter. Seit der Reblauskrise des 19. Jahrhunderts werden europäische Rebsorten meist auf widerstandsfähige amerikanische Unterlagen veredelt.

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Drei Wege durch die Dycker Pflanzenwelt

Suchen, entdecken, verstehen: Drei Zugänge erschließen die Sammlung – vom gezielten Nachschlagen bis zum Erkunden von Zusammenhängen.

Pflanzensuche – Pflanzen finden

Durchsuchen Sie die Sammlung nach botanischen und deutschen Namen und finden Sie einzelne Pflanzen präzise und direkt.

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Pflanzenthemen – Vielfalt, Nutzung und Bedeutung

Erkunden Sie die Sammlung nach Themen wie Sukkulenten oder Nutzpflanzen und entdecken Sie ihre Funktionen und Besonderheiten.

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Garten & Geschichte – Dyck im historischen Kontext

Erfahren Sie mehr über die Dycker Pflanzensammlung, ihre Ordnung und die Menschen dahinter.

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Hortus Dyckensis – Ein Garten wird zum Buch

… und das Buch wieder zum Garten. Der Hortus Dyckensis hält eine Pflanzensammlung fest, die im 19. Jahrhundert Forschung, Wissen und Gestaltung vereinte. Diese Website lädt dazu ein, diese Welt neu zu entdecken – zwischen Pflanzennamen, historischen Abbildungen und verborgenen Zusammenhängen.

Was einst als gedrucktes Inventar entstand, wird hier zu einem offenen Erkundungsfeld. Die historische Dycker Pflanzensammlung lässt sich neu durchstreifen: als Ordnungssystem, als Gartenbild und als Ausdruck eines botanischen Denkens. Zwischen alphabetischen Listen, systematischen Gruppen und konkreten Gartenorten entfaltet sich eine vielschichtige Struktur. Die Website macht diese Ebenen sichtbar und lädt dazu ein, eigene Wege durch die Sammlung zu finden – suchend, vergleichend, entdeckend. So entsteht ein Zugang, der historische Genauigkeit mit einer neuen Form der Annäherung verbindet.

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Hortus
Dyckensis
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Dank an Förderer, Partner und Mitwirkende

Acknowledgements to Funders, Partners and Contributors

Die Umsetzung des Projekts Hortus Dyckensis wurde durch die Förderung des Landschaftsverband Rheinland, der Gartengesellschaft Schloss Dyck und der Sparkassenstiftung ermöglicht. Digitale Ressourcen stellten die Biodiversity Heritage Library, die Real Jardín Botánico Madrid sowie die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig bereit. Ein besonderer Dank gilt dem großen ehrenamtlichen Engagement des Arbeitskreises der Dycker Gartengesellschaft.

Im Rahmen der Projektarbeit wurden rund 6.500 Pflanzendatensätze erfasst, etwa 2.500 historische Abbildungen zusammengetragen und ca. 2.000 Trivialnamen recherchiert. Die technische Umsetzung und gestalterische Ausarbeitung erfolgten durch externe Partner.

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The implementation of the project was made possible through the support of the Landschaftsverband Rheinland, the Schloss Dyck Garden Society and the Sparkassenstiftung.
Digital resources were provided by the Biodiversity Heritage Library, the Real Jardín Botánico Madrid and the University Library of the Technical University of Braunschweig.
Special thanks are extended to the dedicated voluntary work of the working group of the Dycker Gartengesellschaft.

As part of the project, around 6,500 plant records were compiled, approximately 2,500 historical illustrations were collected and about 2,000 common names were researched.
The technical implementation and graphic design of the website were carried out by external partners.

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